Wir geben neu Gas!

Ja, wir bleiben dran. Und das hat mittlerweile eine neue Motivation bekommen. Wir haben nämlich den Wunsch, mit unseren Kindern ein Jahr in Frankreich zu leben. Mein Mann kann glücklicherweise komplett im Homeoffice arbeiten, so dass er auch theoretisch von Frankreich aus arbeiten könnte, ich bin ja noch beurlaubt und die Kinder könnten dort ein Jahr in die Schule gehen – soweit die Idee. Inwiefern wir das auch wirklich umgesetzt bekommen, werden wir sehen. Wir könnten uns vorstellen, das wir nächstes Jahr zum Schuljahr 23/24 nach Frankreich ziehen könnten und in der Zeit unser Haus vermieten. Vielleicht klappt das sogar über einen Haustausch? Mal schauen.

Jedenfalls motiviert mich das nochmal neu und ganz anders weiter zu entrümpeln, denn: „es reist sich besser mit leichtem Gepäck“. 🙂

Mal sehen, was aus unseren Träumereien wird. Die Kinder sind jedenfalls total begeistert und allein die Vorstellung, dass es gehen könnte, macht etwas mit uns…

Also bin ich wieder ganz neu ans Thema Entrümpeln gegangen. Und dieses Mal habe ich wieder angefangen, mir meine Stoffvorräte vorzunehmen. Angefangen habe ich mit Upcycling-Klamotten. Dieses Thema ist sicher fast jeder Hobbynäherin bekannt: die Freunde und Verwandten geben einem immer mal wieder Dinge, aus denen man doch noch etwas machen könnte. Teilweise habe ich da auch schon Einiges draus genäht. Manche Sachen ziehe ich auch einfach noch weiter an und trage sie auf. Selbst die Kinder können schon manche XS-Sachen tragen. Aber manche Sachen sind halt entweder vom Stoff oder aus Altersgründen schon durch. Oder z. B. bei Blusen ist der Schnitt so, dass keine größeren Stücke heraus getrennt werden können. Und da ich ja hauptsächlich Kleidung nähe und manchmal auch eine Tasche, kann ich dann damit nicht ganz so viel anfangen. Bisher habe ich auch solche Sachen immer noch aufgehoben. Aber nun gebe ich sie weiter. So war ja auch ursprünglich der Auftrag der Leute, die mir die Sachen überlassen haben. Also weg mit dem schlechten Gewissen und ran an den Speck:

Hier habe ich z. B. in einer mittleren Kiste Sachen aufbewahrt, die man als „Funktionskleidung“ für Sport bezeichnen könnte. Da ich aber aus ökologischen Gründen schon keine Microfaser- oder ähnliche Stoffe mehr benutzen möchte (außer bei Badeanzügen oder so), kommen die Sachen nun komplett weg. Es besteht für mich auch noch ein Unterschied zwischen den Funktionsstoffen. Es gibt da durchaus hochwertige Sachen. Aber diese waren nicht hochwertig. Teilweise bekam ich schon alleine vom Auseinanderfalten eine „gewischt“. Brrrrr. Neee. Sowas mag ich nicht vernähen oder den Kindern zumuten. Also…Zack! 11 Shirts und 2 Hosen aussortiert! Kommt alles zum Sozialkaufhaus! Das ist weniger Ballast für uns und eine leere Kiste mehr.

Und da das so gut geklappt hat, habe ich mir auch eine große Kiste vorgenommen, die schon lange nicht mehr zu geht:

Das Ergebnis:

3 Shirts wandern in meinen Kleiderschrank, weil sie mir mittlerweile wieder passen, diverse Blusen zogen um in die frei gewordene mittlere Kiste (weil ich in der großen eigentlich nur Jerseykleidung aufbewahren möchte) und sage und schreibe 50 Teile wurden aussortiert!!

Also links hinten die mittlere Kiste mit den Webwarekleidungsstücken, rechts hinten die große Kiste mit den verbliebenen Jerseykleidungsstücken, vorne links die Teile fürs Sozialkaufhaus, vorne in der Mitte die Teile für den Container und vorne rechts die drei Teile für meinen Schrank.

Das hat gut getan!

Nebenbei wurde auch noch entrümpelt. Ich hatte nämlich in unserer Dachkammer noch ein paar ehemalige Flohmarktsachen herum liegen, die eigentlich schon längst aussortiert aber noch nicht aus dem Haus geschafft waren:

Ein übriger Scheibenwischer von unserem vorherigen Auto. Der passt leider nicht an unserem jetzigen Auto. Sowas finde ich ja auch immer total nervig! Ein Platzset – wir benutzen sowas gar nicht – eine Staubsaugerdüse (nie benutzt) und eine alte CD (Sondermüll). Da wir ja keinen Flohmarktkram mehr sammeln wollen, habe ich den Scheibenwischer online angeboten, die CD kommt in den Sondermüll und die beiden anderen Sachen zum Sozialkaufhaus.

Das sind dann insgesamt 67 Teile! Juhu! Und ich denke, im Nähzimmer kommt noch was zusammen….

Insgesamt wurden seit Januar also 495 Teile aussortiert. Davon ist schon Einiges tatsächlich aus dem Haus gebracht worden. Manche Dinge warten noch auf neue Besitzer bzw. den Abtransport aber das ist ja fließend und zur Zeit wirklich überschaubar.

Prima, ich freue mich auf die nächste Zeit; jetzt bin ich wirklich wieder top motiviert. 🙂

Wir geben neu Gas!
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3 Gedanken zu „Wir geben neu Gas!

  • 20. April 2022 um 17:11
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    Wow! Das ist natürlich ein ganz großer Motivationsschub! Da kommt sicher in der nächsten Zeit noch einiges unter den Hammer…
    Ich denke beim Sortieren manchmal, was wäre, wenn ich jetzt in eine kleinere Wohnung ziehen müsste. Eines Tages kommt diese Entscheidung ja vielleicht – wenn der Garten zu groß, das Haus zu hoch und die Kraft zu klein werden… da müsste noch viel mehr raus! Vielleicht bin ich noch viel zu zaghaft?
    Dir guten Schwung!
    Elke

    Antworten
  • 22. April 2022 um 10:20
    Permalink

    Super, das nenne ich wahrlich einen extratollen Motivationsschub, mit dem „womöglichen“ Umzug vor der Brust. Ein tolles Vorhaben.

    Ich habe unlängst auch eine große Kiste mit Kleidungsstücken, die mir von hier und da fürs Upcycling überlassen wurden, durchgeschaut und Sachen, die gut waren, ins Sozialkaufhaus gebracht. Schade, ich habe ganz vergessen, sie zu zählen, aber das macht nichts, es bleibt genug zum Ausmisten übrig, meine Felder füllen und füllen sich. Außerdem stehen im Keller nochmals zwei Kisten mit Klamotten, die nehme ich mir demnächst mal vor. Danke für deinen Anstupser dazu.

    Ich wünsche dir und deiner Familie weiterhin ein gutes Vorankommen beim Entrümpeln und dass ihr euren Traum vom Umzug verwirklichen könnt.

    Herzensgrüße

    Anita

    Antworten
  • 22. April 2022 um 18:00
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    Das ist doch ein tolles Ziel, ich wünsche Dir das das mit Frankreich klappt

    Antworten

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