Quarantäneentrümpeln

Seit meinem letzten Post ist etwas Zeit vergangen. Das hatte hauptsächlich den Grund, dass wir in Quarantäne waren, kurz danach der Geburtstag meiner Zwillies anstand und es eine Woche später auch noch Karneval war!

Aber dennoch habe ich weiter gemacht. Getreu dem Motto: auch planloses Entrümpeln ist entrümpeln… 😉

Legen wir los; was hat uns verlassen?

Unter anderem habe ich mich unserem (einzigen) Wohnzimmerschränkchen gewidmet. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass es mal schön übersichtlich eingeräumt war und obendrauf nichts gelegen hat…. Aber iiiiirgendwie hat es sich zu einem „Hot Spot“ entwickelt. Es steht halt so günstig an der Terrassentür. Seufz

Das ist also der Zustand vorher (in den Schubladen bewahren unsere Kinder ihren Süßkram auf, da gehe ich natürlich nicht dran)

und das ist der Zustand nachher.

Es gingen drei Bücher zurück zu einer Freundin, 6 Straßenkarten etc., diverse Schlüsselringe, eine Flasche, die ich als Vase nutzen wollte, 3 schrabbelige Kerzenhalter und diverser Kleinkram in die runde Ablage. Andere Dinge wurden an dafür vorgesehene Orte gebracht, fertig!

Das nächste Thema, das mir auf dem Herzen lag, war unsere Bettwäsche. Wir besaßen bisher drei Garnituren für das Elternbett. Das war nach meinem Geschmack eine Garnitur zuviel. Außerdem gingen gerade zwei Garnituren so richtig aus dem Leim. Löcher überall; eine Garnitur war sogar komplett eingerissen an einer Stelle, weil der Stoff mittlerweile so dünn geworden war. Also habe ich kurzerhand eine Garnitur gebraucht erstanden und zwei entsorgt. Wobei…. So richtig auch nicht, denn die eine Garnitur eignete sich noch super zum Ölen von Holz, da sie aufgrund der hunderte Wäschen nicht mehr fusselt. Also haben mein Mann und ich kurzerhand die beiden Kissenbezüge in handgerechte Läppchen geschnitten. Er hat einen ganzen Stapel mit in die Werkstatt genommen und ich habe einen Teil im Küchenbereich behalten. Der Rest kommt in den Kleidercontainer.

Als nächste aufwändigere Entrümpelung habe ich mir meine Knöpfe vorgenommen. Oha! Da habe ich Knöpfe aussortiert, die erfahrungsgemäß beim Waschen die Farbe/Beschichtung verlieren und so komische Kinderknöpfe, die total unpraktisch sind. Die aussortierten Knöpfe hat eine meiner Töchter mit in die Schule genommen für den Kunstunterricht.

Eine Ausmistaktion habe ich mit den Kindern gemeinsam gemacht: die Spielesammlung. Die zähle ich hier auf, weil es sich um Gesellschaftsspiele handelt, die wir ja alle nutzen. Da konnte auch ein großer Stapel gehen! Ein Teil ging an eine Freundin von mir, einen Teil werde ich verkaufen und einen anderen Teil werde ich an das Sozialkaufhaus weiter reichen.

Dann gab es natürlich noch die Nebenbei-Entrümpelungen… Da gingen dann eine kaputte Unterhose, 4 Medikamente/Schachteln, 2 mal Nähmaschinennadeln, ungeliebte Stecknadeln, eine Schachtel, eine alte kaputte Basteldecke und eine kaputte Sprühflasche.

Und am allerliebsten sind mir ja die „Nährümpelungen“. Zum Einen habe ich aus einer alten gespendeten Jeans eine neue Slimfit Jeans für meine Mädels genäht. Da sie sehr schlank sind, schaffe ich es so gerade eben noch aus einer Größe 44 eine 152 zu nähen. Allerdings reicht der Stoff dann nicht mehr für den Bund. Aber da habe ich einfach Bündchenstoff genommen, der ist eh angenehmer am Bauch. Meine Mädels mögen keinen üblichen Hosenverschluss, außerdem müssen die Hosen dehnbar sein. Deswegen ziehen sie am liebsten Leggings an. Das ist aber im Winter doch etwas frisch. Also habe ich eine Stretchhose genommen und eine eng anliegende Hose genäht. Der Schnitt ist von Ottobre. Das war der Prototyp. Die Hose sitzt perfekt und scheint auch bequem zu sein, so dass da noch die eine oder andere Hose folgen wird, denke ich.

Das bedeutet, dass ein Teil aus dem Nähzimmer entschwunden ist. Seeehr praktisch. Die Reste hebe ich übrigens nicht mehr auf. Ich habe mich da in der Vergangenheit total verzettelt. Ich nähe ja hauptsächlich Kleidung und Taschen. Dafür benutze ich am liebsten alte Kleidung, Bettwäsche etc. Anfangs habe ich noch jeden Schnipsel aufbewahrt, denn den könnte man ja noch gebrauchen… Das führte aber zu einem riesigen Chaos.

Also habe ich mir gesagt, momentan komme ich eh nicht dazu solche Reste zu vernähen, also weg damit. Ich habe auch schon mal Stoffrestchen online verkauft. Aber der Aufwand war schon recht groß. Das ist mir im Moment zu viel Arbeit. Vielleicht mache ich das in Zukunft wieder, wenn sich die Reihen im Nähzimmer mal etwas gelichtet haben. Tut mir zwar im Herzen weh, aber hier hat der Selbstschutz Priorität.

Außerdem war ja auch noch Karneval, so dass ich Stoff kaufen „musste“. Eine Tochter wollte unbedingt als Karotte gehen und mit dieser Farbe konnte ich in der benötigten Menge nicht dienen. Also habe ich karottigen Stoff gekauft. Davon blieb nur ein kleiner Rest übrig. Aus einem uralten braunen Spannbetttuch (entrümpelt!) habe ich ein Shirt genäht, und aus einem neu gekauften grünen Jersey eine Leggings. Somit haben wir nun auch eine weitere Leggings für die Kinder im Schrank.

Das alte Spannbetttuch haben wir noch bei der Kinderbettwäsche gehabt. Aber bei näherer Betrachtung fiel es mir nicht leicht, daraus ein Shirt zu zirkeln – es war voller winziger Löcher und der Stoff war recht dünn geworden mit den Jahren. Es ist gut, dass es somit auch gleichzeitig aussortiert wurde!

Die andere Tochter wollte als „Nichts“ gehen. Sie stellte sich das als schwarzes Loch vor und wollte einfach nur eine schwarze Leggings und ein schwarzes Shirt haben. Den Jersey hatte ich noch, also tadaaa. Wiederum zwei Fliegen mit einer Klappe, weniger Stoff im Nähzimmer und gleichzeitig Kleidung für die Kinder genäht. Aber das wird ja hier nicht gezählt.

Als neulich die Sonne das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wieder raus guckte und der Dauerregen tatsächlich mal stoppte, habe ich mich draußen mal wieder genauer umgesehen. Dabei fiel mir auf, dass auf der Terrasse vom letzten Jahr noch vertrocknete Kräutertöpfe standen. Die vertrockneten Kräuter habe ich dann mal flugs ins Hochbeet entleert und die Töpfe in den Keller geräumt.

Mein Mann verfolgt diese Challenge sehr interessiert und hat auch hier und da ein paar Impulse bzw. entrümpelt auch das eine oder andere Teil mit; Schuhspanner zum Beispiel. So meinte er neulich, dass wir doch diese eine verbeulte Regentonne haben, die total unpraktisch ist, weil die großen Gießkannen gar nicht reinpassen. Außerdem steht sie im Weg: man kommt nicht mit der Schubkarre hinter den Carport, weil sie da im Weg steht. Gesagt, getan: fotografiert, zu verschenken online gestellt; sollte sie in einem Monat nicht weg sein, kommt sie auf den Sperrmüll.

Dann habe ich mich noch spontan in der Küche umgesehen:

Eine Plastiktrinkflasche (Werbegeschenk), total unpraktisch und leider wird das Plastik auch so schmierig mit der Zeit; die musste leider weg, weil ekelig. 😉 Außerdem gingen die zwei Gläser und die drei schrabbeligen Deckel in den Müll.

Im Keller habe ich noch zwei Plastikdosen von den Vorbesitzern unseres Hauses gefunden. Die waren ekelig und kaputt. In einer befand sich noch so Kleinkram (Nägel usw.). Das kam alles in den Müll bis auf diesen Winkel, der ist in die Werkstatt meines Mannes umgezogen. 🙂

Beim Geburtstagsmuffins backen (für zwei Schulklassen, weil die Kinder in zwei verschiedene Klassen gehen…), fiel mir auf, dass wir aus dem Einhornalter raus sind. Daher habe ich auch diese Muffinbackform aussortiert. Ich mag diesen Silikonkram eh nicht. Brrr…

Wenn ich richtig gezählt habe, komme ich somit auf 52 entrümpelte Teile. Kleinteile zähle ich als eins. Auch die Knöpfe zähle ich als ein Teil. Insgesamt sind das seit Beginn dieser Challenge 220 Teile.

Neu ins Haus kamen folgende Sachen:

Ich habe eine gebrauchte Jacke geschenkt bekommen, mir ein Paar Gummistiefel für den Garten gebraucht gekauft und die Geburtstagskerzen habe ich mal vorsorglich für nächstes Jahr gekauft, weil unsere Kerzen nahezu runtergebrannt sind. Ich weiß, dass ich das bis nächstes Jahr vergessen würde, also habe ich mal vorgesorgt – das erspart mir Stress. 😉 Im Gegenzug werde ich bald die alten Kerzen aussortieren. Leider habe ich nur so ein Päckchen mit Kerzenhaltern bekommen. Das finde ich schade, denn Kerzenhalter haben wir ja. Ich brauchte eigentlich nur die Kerzen. Gab es aber bei uns leider nicht. :-/

Außerdem habe ich einen neuen Aufsatz für unsere Emilflasche gekauft und im Gegenzug einen angeknabberten entsorgt. Da sich das zahlenmäßig ausgleicht, zähle ich das nicht zum Entrümpeln dazu.

Mittlerweile habe ich noch so ein paar Ecken im Haus auserkoren, die ich demnächst entrümpeln werde. Das werden dann wieder so gezielte Entrümpelungen wie beispielsweise bei den Spielen und den Knöpfen.

Ich bleibe also dran und mache mit Schwung weiter! 🙂

Auch dieser Beitrag wird natürlich bei Valomea verlinkt. Ich bin Elke und den Mitstreiterinnen wirklich dankbar für die ganzen Anstöße und Impulse!

Quarantäneentrümpeln
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4 Gedanken zu „Quarantäneentrümpeln

  • 3. März 2022 um 12:56
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    Gratuliere zu den 220 Teilen, dann hast Du genau wie ich schon etwa ein fünftel der 1000 Teile geschaft. Und das obwohl erst ein sechstel des Jahres rum ist. Du siehst ich rechne mir die Sachen gerne schön. Mal eine Woche aussetzen ist ja auch kein Problem, Hauptsache man findet wieder den Schwung zum weitermachen.

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  • 4. März 2022 um 7:48
    Permalink

    Wow! Das war doch eine sehr erfolgreiche Woche, auch wenn Du „planlos“ rangegangen bis.
    Und Du hast doch einen guten Plan: kaufst gebraucht, nutzt weiter. Das liest sich sehr überlegt und konsequent.
    Dass Du die vielen Knöpfe weggeben konntest? Da weiß ich überhaupt noch nicht, wie ich mich zum Trennen überreden soll.
    Die neue Hose ist klasse. Hast Du in den Bund einen extra Gummi eingezogen?
    Bleiben wir dran!
    Elke

    Antworten
    • 4. März 2022 um 8:51
      Permalink

      Ja, ich war überrascht, wie viel dann doch zusammen gekommen ist. Ich habe mir angewöhnt, bei jedem Teil, das aussortiert wird oder bei uns einzieht, das Handy zu zücken und es zu fotografieren. Ist der neumodische Kram doch manchmal echt hilfreich. 😉 Sonst hätte ich nicht den Überblick.
      Was die Knöpfe anbelangt habe ich laaaange gehadert. Ich wollte die jetzt auch niemandem verkaufen, der sich dann auch darüber ärgert. Wenn sie aber nun dazu dienen können, dass die Kinder in der Schule lernen, wie man einen Knopf annäht, finde ich das doch eine prima Lösung. 🙂
      Ja, im Bund der Hose ist zusätzlich noch ein Gummi eingezogen, damit sie beim Toben und auf die Bäume klettern nicht plötzlich an den Knien hängt. :-))
      Ich bin nach wie vor überrascht wie sehr mich diese gemeinsame Entrümpelungsaktion anspornt. Ich bin jetzt wirklich motiviert, auch die Sachen anzugehen, die ich schon so lange vor mir her schiebe.
      Bei Dingen, die mich ärgern, die ich aber (aus welchem Grund auch immer) nicht gut weggeben kann, hat mir der Grundsatz des minimalistischen Gedankens geholfen, nur die Dinge zu behalten, die mir Freude bereiten oder die ich brauche. Im Umkehrschluss heißt das, dass alles, was mich ärgert, weder in meinem Haus noch in meinem Leben etwas zu suchen hat. Gilt natürlich nur für Dinge/Beziehungen/Lebenssituationen, an denen ich etwas verändern kann. Das hat was in mir bewegt. Ich tue mir jetzt Gutes, auf vielen Ebenen.
      LG
      Tanja

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