Oh nein! Die Lieblingsschuhe sind kaputt!

Ja, es war soweit. Meine Lieblingslatschen sind halb auseinandergefallen. Und ich musste schmerzlich einsehen, dass es Zeit war, sich zu trennen.

Diese Schuhe haben eine Geschichte. Ich habe sie eines Tages neben einem Container entdeckt. Im Müll. Gut, sie waren nicht mehr die frischesten, sahen aber noch annehmbar aus. Und da ich zu dem Zeitpunkt genau solche Schuhe mochte, nahm ich sie mit. Und siehe da, sie passten nicht nur, sondern waren auch – mit Verlaub – saubequem. 🙂 Das war für mich ein echter Glücksfall, denn, ich weiß nicht warum, aber ich habe ein großes Problem damit, bequeme Schuhe zu finden, in denen ich keine Blasen oder Druckstellen bekomme. So oft fühlten sich Schuhe im Geschäft gut an und erwiesen sich dann doch als Reinfall. Dabei kommt es nicht darauf an, ob es Markenschuhe sind oder No-name-Produkte.

Ich oute mich an dieser Stelle gleich mal: Ich bin und war schon immer das Gegenteil einer Shoppingqueen. Ich mag es üüüüberhaupt nicht, loszuziehen, um mir Klamotten zu kaufen. Mittlerweile passt es zu meinem Wunsch, minimalistischer zu leben. Es geht mir mittlerweile darum, nur noch Sachen im Schrank zu haben, die bequem sind und mir gefallen. Vielleicht liegt es am Alter, dass ich so empfinde. Früher habe ich oft gedacht, mit mir stimmt was nicht, weil ich eben nicht gerne Klamotten kaufen gehe. Jetzt komme ich prima damit zurecht.

Aufgrund der Tatsache, das wir zur Zeit auf mein Einkommen verzichten, damit ich unsere Kinder betreuen kann, haben wir sowieso nicht so viel Geld. Außerdem mag ich gar nicht mehr so viel Zeug haben. Daher gehe ich, wenn überhaupt, nur bedarfsorientiert einkaufen. Und zwar in Secondhand-Läden.

Letztens bei einem Spaziergang fragte mich mein Mann, wann ich mir eigentlich das letzte Mal ein neues Kleidungsstück (also keine Unterwäsche oder so) gekauft hätte. Wir haben gemeinsam überlegt und glauben, dass das jetzt ca. 2 1/2 Jahre her sein müsste, anlässlich einer Hochzeit. Und ich war echt erstaunt, dass mir das schnurzpiepegal ist.

Dadurch, dass ich nähe und in diesem Zusammenhang auch gerne Upcycling betreibe, bekomme ich immer mal wieder Klamotten geschenkt. Wenn mir davon was gefällt und passt, behalte ich es für mich, der Rest kommt ins Stofflager. Dadurch habe ich keinen Mangel. Diesen Winter habe ich mir für 7 € eine Winterjacke gekauft, weil mir meine nicht mehr passte. Ich bin gerade dabei, Gewicht zu reduzieren, so dass ich wohl am Ende des Jahres hoffentlich wieder in meine alte Kleidung passen werde. Dann ist das auch wieder erledigt und ich trage wieder meine Klamotten von früher. Ich habe nämlich nicht alles weg gegeben. Die schönsten Sachen habe ich behalten. Ich kann also bedenkenlos abnehmen. Sowohl für die Zwischengröße als auch die angestrebte Endgröße habe ich ausreichend Sachen.

Ich möchte damit sagen, dass ich nur wenig Sachen habe. Und als meine Schuhe nun endgültig auseinandergefallen sind, bekam ich erst mal einen Schreck: Oh, nein, meine Schuhe. Was nun? Ich brauche doch SOFORT Ersatz!!!

Ok, nachdem ich mir einen Beruhigungstee gekocht und mehrmals tief geatmet hatte, habe ich mir meine verbliebenen Schuhe angesehen. Und ich dachte: Nun, diese Halbschuhe da, die mag ich zwar nicht so, aber für den Übergang geht es doch. Also habe ich das Paar jetzt regelmäßig an, weil ich ja shoppen nicht mag… Und was soll ich sagen? Sie haben mittlerweile das Zeug zu den neuen Lieblingsschuhen! 🙂

So hat die ganze Geschichte dann doch noch ein glückliches Ende. 🙂 Und ich muss nicht losziehen und mir neue Schuhe kaufen. Juchu!

P.S.: Die Schnürsenkel habe ich natürlich behalten, denn die waren ja noch gut. 😉

Oh nein! Die Lieblingsschuhe sind kaputt!
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