Mama allein zu Haus´

Gestern hatte ich sturmfreie Bude. Die Kinder wollten unbedingt bis zum Schluss im Kindergarten bleiben. 🙂 Naja, was macht Mutti allein zu Hause? Schrubbt sie die Bude? Geht sie zur Maniküre, oder wie das heißt? Neeeein! Sie näht. 🙂 Wie eine Wilde. Hihi. Hach, war das schön. Ich bin nur zwischendrin mal aufgestanden um etwas zu futtern. Naja, nicht ganz, alibimäßig habe ich auch Wäsche gewaschen, aufgehängt, die Spülmaschine ein- und ausgeräumt und so´n Kram. Aber wirklich nicht viel. Ich habe stundenlang genäht. Herrlich!!

Irgendwie war ich im „Flow“ wie man auf Neudeutsch so schön sagt. Ich habe ein paar Reparaturdinge erledigt aber auch ein wunderschönes Upcyclingshirt hergestellt. Aber der Reihe nach – mit Bildern:

Das ist eine Jeggings der Mädels. Die hatte an den obligatorischen Problemzonen zwei Löcher. Ein großes und ein kleines. Das Große war so groß, dass ich es nicht mehr einfach mit Zickzack zunähen konnte. Also habe ich etwas gemacht, was ich schon öfter im Internet gesehen habe: Ich habe einen Stoff von hinten gegen genäht – so nenne ich das mal, vielleicht gibt es ja dafür einen Fachbegriff, den ich noch nicht kenne. Damit das Loch nicht weiter einreißt, habe ich es grob und absichtlich „unsauber“ mit Zickzack gesichert. Zusätzlich habe ich den Stoffstreifen – ebenfalls absichtlich – unordentlich drum herum angenäht. Das Loch auf dem anderen Hosenbein habe ich mit dem gleichen Flickenstoff einfach verdeckt, also quasi einen normalen Flicken drauf genäht – genauso „unordentlich“ wild. Mir gefällt das Ergebnis. Den Kindern übrigens auch. Bisher mochten sie die Hose nicht so gerne, aber ich denke mit den Flicken hat sich das jetzt geändert. 😉

 

Hier noch die Detailbilder:

In der Reparaturkiste schlummerte auch schon ewig eine kaputte lila Leggings. Das war mal eine Lieblingsleggings, die aber eigentlich auch schon zu kurz war. Ursprünglich wollte ich die kürzen, damit sie diesen Sommer als Radlerhose getragen werden kann. Da uns aber die Lösung mit den eingesetzten Knieteilen, die gleichzeitig auch der Verlängerung dienen, so gefällt, habe ich das auch hier gemacht. Nun kann die Leggings wieder getragen werden. Was auch schon passiert ist heute…

Ich habe bei einer weiteren Leggings ein Minilöchlein geflickt. Davon habe ich aber kein Foto gemacht. Das macht summa summarum drei „neue“ alte Hosen. Prima!

Dann lagen aufgrund einer Ausmistaktion in der Kammer des Schreckens zwei aussortierte Oberteile von mir auf meinem Arbeitstisch herum. Und wie sie da so übereinander lagen, fiel mir auf, dass sie toll zusammen passen. Ich wäre von selbst nie auf die Idee gekommen, diese Farben zu kombinieren. Toll, solche Zufälle. Das war Schicksal! 🙂 Also habe ich einen meiner Lieblingsschnitte heraus gekramt, und zwar den Schnitt „Antonia“ von Farbenmix. Mittlerweile nähe ich ihn in Größe 134. Das passt den Mädels prima. Dieses Mal habe ich die Kurzarmvariante gewählt im normalen Schnitt – soll heißen, nicht die Raglanversion. Ich musste ein bisschen basteln, da das eine Oberteil ein Spaghettiträgertop in Größe S war (tjaja, lang ist´s her – seufz!!). Dazu lag auf dem Tisch noch ein auseinander geschnittenes Kindertop herum. Da war vorne drauf ein schöner Druck, den ich mal verarbeiten wollte. Und da mein selbst kreiertes Shirt irgendwie schön aber nicht kindgerecht aussah, habe ich das Motiv grob ausgeschnitten und appliziert. Hier das Ergebnis:

Ich gebe zu, ich bin doll stolz. Ich habe das Shirt an den Ärmeln und am Saum mit Rollsaum versehen. Der Ausschnitt ist im Bündchenstil mit einem Streifen vom Trägertopstoff gesäumt. Die Kinder waren hin und weg. Und auch dieses Teil wurde heute direkt im Kindergarten angezogen. Es sieht tatsächlich nicht selbst gemacht aus. *träum*

Also das war wirklich ein produktiver Tag – aus der Sicht der Hobbynäherin. Zusätzlich habe ich mich daran gemacht, die Hosen des Nachbarjungen zu flicken. Wenn die fertig sind, werde ich das auch noch posten.

Und alles, wie so oft, im Sinne der Stoffdiät: Mit vorhandenen Mitteln gearbeitet, alte Stoffe upgecycelt, Stoffreste verwertet, kaputte Sachen geflickt – so sollte es sein.

Mama allein zu Haus´
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