Hinter den Kulissen wird weiter entrümpelt

Jaaa, wir bleiben dran – leider nicht mit dem Bloggen…. :-/

Aber die Liste der Entschuldigungen ist lang. 😉 Die Kinder haben in 2 Wochen ihren letzten Grundschultag! Das ging schnell vorüber, war es doch auch eine sehr abwechslungsreiche Grundschulzeit, dank der Pandemie… Und kurz nach dem letzten Schultag geht es auch schon ab in den Urlaub.

Ja, und da nicht nur unsere Kinder, sondern auch noch zwei Lehrerinnen ihren letzten Tag an der Schule haben werden und überhaupt am Ende eines Schuljahres noch Abschlusskonzerte etc. stattfinden, haben wir natürlich auch noch diverse Abschlussfeiern, Abschiedsgeschenke zu organisieren usw. Ich muss dazu sagen, dass wir ja Zwillies haben und die in Parallelklassen gehen. So ist halt mal wieder alles doppelt. Aber das macht den besonderen Reiz von Zwillingen aus. *lach*

Nun aber zum Thema Entrümpeln.

Natürlich mache ich weiter! Ich bin schließlich jetzt im vierten Entrümpeljahr. Und ja, man sieht es mittlerweile deutlich! Ich spüre es auch deutlich. Ich habe wirklich wesentlich weniger aufzuräumen, zu putzen etc. Auch Arbeitsabläufe u. ä. werden kritisch unter die Lupe genommen. Denn schnell hat man sich diverse Projekte vorgenommen und – zack – ist man wieder im Hamsterrad. Auch da achten mein Mann und ich mittlerweile sehr drauf, dass wir uns nicht zu viel aufhalsen.

Und was ich auch festgestellt habe ist, dass, selbst wenn man nicht mehr so viel Neues kauft, doch diverse Dinge über Bekannte und Freunde kostenlos ins Haus flattern. Da habe ich am Anfang nicht nein sagen können. Auch das gelingt mir seit Neuestem etwas besser.

Denn, interessant finde ich, wie sehr man wirklich aufpassen muss, dass dieser aufgeräumte Zustand auch anhält!!

Aber es lohnt sich dran zu bleiben. Also möchte ich hiermit allen Mitstreiterinnen bei Valomeas Aktion Weniger ist mehr, Mut zusprechen, dran zu bleiben. Ja, es dauert etwas aber am Ende des Jahres werdet Ihr sicherlich auch eine deutliche Veränderung spüren. Und Ihr werdet sicherlich auch merken, dass man automatisch auch Gewohnheiten entrümpelt, weil man diesen Zustand halten möchte. Denn, das Entrümpeln erfordert schon sehr viel Durchhaltevermögen und Kraft. Ich vergleiche das gerne mit einer Diät. Auch dabei ist es anfangs sehr anstrengend, seine Gewohnheiten zu ändern. Mit der Zeit möchte man aber nicht mehr in den alten Zustand zurück und passt sehr auf, das der Jojo-Effekt nicht eintritt.

Nun aber zu den entrümpelten Dingen in den letzten Wochen. Der letzte Artikel ist vom 20.04.! Oha! Seitdem habe ich nicht mehr am Blog gearbeitet. Leider habe ich auch keine Kommentare beantwortet. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle offiziell entschuldigen!!! Seht es mir bitte nach.

In der Kategorie Stoffe, Nähen etc. habe ich Schnittmuster und Hefte entrümpelt:

Leider habe ich den Zettel, auf den ich die Anzahl der ausgemusterten Schnittmuster notiert hatte, weg geworfen. Ich weiß, dass es deutlich über 10 waren, da ich im Nachgang zu der Aktion noch ein paar weitere gefunden hatte, die gehen durften, weil die Kinder erstaunlicherweise mal wieder gewachsen sind. 🙂 Ich zähle es jetzt mal als 10

Das Shirt auf dem mittleren Bild war ausgemustert, weil es mittig einen Fleck hatte und die Ärmel unten schon abgestoßen und der Stoff aufgerissen war. Daraus habe ich zwei Unterhosen für die Kinder genäht. Sie mögen nämlich nur die selbst genähten anziehen. Wir haben auch ein paar wenige, die wir geschenkt bekommen haben. Aber die ziehen sie einfach nicht an. Das wurde ausprobiert und nicht für gut genug befunden… Und da auch die Popos etwas wachsen, müssen tatsächlich neue her. Leider darf ich dafür nicht mehr die Kinderstoffreste benutzen, da die Mädels keine Prinzessinnen mehr am Po haben möchten. *lach* Es soll doch jetzt bitte einfarbig sein (kein rosa!!!) oder höchstens mit Streifen. So mindert sich mein Upcyclingstoffbestand und die Mädels haben neue Schlüppis. Perfekt. Und den Verschnitt sammle ich auch nicht mehr. Das geht ab in den Altkleidercontainer.

Ja, zusätzlich habe ich dann noch diverse Nähzeitschriften aussortiert, die auch mittlerweile schon verkauft werden konnten. Das waren auch immerhin 6 Stück. Die Kleidung darin war entweder zu klein oder vom Schnitt her so, dass die Mädels das sicher nicht tragen werden. Also weg damit.

Ich habe mir vorgenommen, wenn mein bestehendes Abo für die Zeitschrift Ottobre ausgelaufen ist nächstes Jahr, das Abo zu kündigen und dann nur noch gezielt Schnittmuster zu besorgen. Die Kinder haben sehr genaue Vorstellungen davon, was sie tragen möchten. Dann möchte ich das passende Schnittmuster suchen und ggf. kaufen. Ich denke, das macht einfach mehr Sinn. Denn in den Zeitschriften sind oft so viele Schnittmuster, die wir eh nicht verwirklichen wollen.

Ich habe mir übrigens mal wieder meinen Kleiderschrankbereich vorgenommen:

Auf dem ersten Bild sieht man den Vorher-Zustand. Ich besetze in unserem Familienschrank ja nur die 6 Fächer. Die habe ich mal komplett ausgeräumt und auf dem Bett verteilt (Bild 2), nur die Schuhe habe ich drin gelassen (Bild 3). 36 Kleidungsstücke habe ich aussortiert (Bild 4) Bild 5 zeigt die verbliebene Kleidung und Bild 6 das Nachherbild vom eingeräumten Schrank.

Allerdings finde ich das immer schwierig, weil bei mir doch ein ziemlicher Durchsatz an Kleidung besteht. Dadurch, dass ich nicht mehr viel Kleidung besitze, trage ich sie non stop sozusagen. Dadurch leidet die Kleidung natürlich und geht auch etwas schneller kaputt. Meine Freundin sortiert regelmäßig aus (sie besitzt mehrere Kleiderschränke) und bietet mir immer wieder Kleidung an. So habe ich z. B. vor ein paar Tagen 2 Oberteile, 1 Hose und eine Strickjacke geschenkt bekommen. Auch die Tochter einer Nachbarin sortiert regelmäßig aus. Die Kleidung ist dann entweder für meine Mädels oder mittlerweile von der Größe auch für mich. Da habe ich z. B. gestern einen Hoodie bekommen. So „lebt“ mein Kleiderschrank sozusagen. 😉

Gestern habe ich die Osterdekokiste ausgeräumt, weil sie nicht mehr zu ging:

Ich denke, die Bilder sprechen für sich… *Augen roll* Ich habe es so gemacht, dass ich beim Ausräumen direkt sortiert habe: links auf dem Tisch liegen die aussortierten Sachen (überwiegend Müll), in der Mitte die Sachen, die woanders hinkommen, und rechts die Sachen, die wieder in die Kiste kommen… Insgesamt wurden 43 Sachen aussortiert! Die Beetstecker habe ich vor vielen Jahren auf einem Töpfermarkt gekauft. Sie sind sooo hübsch. Ich habe sie nie draußen in die Beete gesteckt, weil ich dachte, dass sie ja dort kaputt gehen. Zimmerpflanzen haben wir nicht, also blieben sie ewig in dieser Kiste. Aber dafür sind sie ja nicht gemacht worden. Also habe ich mit einer meiner Töchter die Stecker in der Kräuterschnecke verteilt. Dort können sie jetzt hübsch aussehen und werden dann eben irgendwann, wenn sie nicht mehr schön sind, aussortiert. Damit erfüllen sie ihren Zweck und ich habe wieder dazu gelernt: keine Deko mehr kaufen!

Und sonst so? Es gab ja auch Random:

Zwei tote Kräuter wurden entsorgt, dazu auch der eine Tontopf, der im Winter gesprungen war, einen uralten Massagehandschuh, den ich schon seit Jahren nicht mehr benutzt habe, habe ich entsorgt. Ein Kamm wurde in die Kiste für das Sozialkaufhaus gelegt. Mein Lieblingstuchschal war nun wirklich durch…. Außerdem habe ich weiter die gefundene Kiste im Keller ausgeräumt. Darin waren eine kaputte Hausnummernkachel sowie die Stützräder (verschenkt) und das Windlicht/Dekoglas. Macht also zusammen 9 (die Stützräder habe ich als 1 gezählt).

Das war aber noch nicht alles:

Ein voll bzw. leer geschriebener Collegeblock, diverse Saatguttütchen, ein Magnetstift für die Magnetwand, Schnittmuster, ein Kleid und ein Brillenetui wurden auch aussortiert. Allerdings habe ich aus dem Kleid eine kurze Leggings für die Kinder genäht, den Magneten aus dem Stift in die Werkstatt umgeräumt und das Brillenetui wurde ausgetauscht. (meine Freundin hatte noch mehrere). Also zähle ich hier nur den Block und das Kleid. Zu dem Collegeblock und den Saatguttütchen kann ich noch sagen, dass das eigentlich nur dokumentieren soll, dass ich ja dabei bin, diverse Dinge aufzubrauchen, u. a. eben Saatgut und Notizblöcke. Also auch da gab es wieder einen kleinen Erfolg.

Dafür gingen aber definitiv noch das kaputte Wäschenetz (schon uralt und im ständigen Gebrauch gewesen) und die Gartenschuhe. Die waren nun wirklich durch. *lach*. Der Reiseschuhlöffel war in einem Koffer, den ich mal geschenkt bekommen habe. Da wir sowas nicht benutzen aber mein Schwiegervater so einen Schuhlöffel in Plastik besitzt, der auch schon ziemlich ranzig und kaputt ist, wird er ihn bekommen. Wieder 3 Dinge weniger. 🙂

Wenn ich richtig gezählt habe, sind also mittlerweile wieder 109 Gegenstände aussortiert worden. Und wieder mal landete viel auf dem Müll. Das macht mich immer besonders traurig. Aber ich denke, ganz ohne Müll zu produzieren geht halt einfach nicht. Andererseits benutzen wird die Dinge wirklich bis sie auseinander fallen. Das ist ja auch eine Form der Nachhaltigkeit.

Zusammen mit den bisher 495 aussortierten Teilen ergibt sich also Stand heute eine Anzahl von 604 Teilen, die aussortiert worden sind!!!! Manches hat unser Haus noch nicht verlassen, weil es noch nicht verkauft wurde oder noch im Keller auf den Abtransport wartet. Aber diese Dinge werden mit der Zeit auch aus dem Haus gehen. Da bin ich diszipliniert.

Die Sachen, die neu ins Haus kamen, halten sich wirklich in Grenzen. Zur Zeit schaffen wir so manches für den Garten oder unseren Urlaub an. Da gab es halt so Sachen wie Wühlmausschreck, eine Luftpumpe, Sandheringe für das Zelt und solche Sachen. Auch Verbrauchsmaterial, das auch wirklich bald verbraucht wird, wie z. B. so Band zum Abdichten des Zeltes usw. kam ins Haus. Aber das wird ja auch bald wieder verschwinden/aufgebraucht. Naja, und ich bekam eben auch die Kleidung geschenkt. Ach ja, und von einem heiß geliebten Stoff für die Kinder habe ich nochmal 2 Meter gekauft. Daraus wurde aber auch schon eine Leggings genäht. Evtl. gibt es daraus noch eine Leggings und/oder ein Shirt o. ä.

Zudem sortiere ich auch immer mal wieder mit den Kindern deren Sachen aus. Da ging auch wieder so einiges weg, dass hier aber nach wie vor nicht gezählt wurde. Mit den Mädels habe ich jetzt die Vereinbarung getroffen, dass wir abends regelmäßig 5 Minuten bei einem Lieblingslied gemeinsam das Spielzimmer im EG aufräumen. Alternativ kann auch gerne mal ein Regalfach o. ä. entrümpelt werden. Das ist ein kurzer Zeitraum und bewegt doch so viel. Das kann ich auch nur jedem ans Herz legen. Den Tipp habe ich aus dem Buch „Die magische Küchenspüle“. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es immer wieder überraschend ist, was man in dieser kurzen Zeit schafft! Absolut empfehlenswert. Die Autorin nennt es die 5-Minuten-Raum-Rettung. Ich mache das immer mal wieder, wenn ich merke, dass ich um einen Raum oder eine Kategorie herum schleiche und es vor mir herschiebe: Komm, nur 5 Minuten, dann darfst Du auch aufhören; versprochen! Und innerhalb kurzer Zeit ist der Berg, vor dem ich so einen Respekt hatte, abgetragen.

So, abschließend wird bei Elke verlinkt.

Und ich habe mir vorgenommen, vor unserem Urlaub noch mal einen Post zuschreiben…. Ich hoffe, das bekomme ich hin. Jetzt schaue ich aber erst mal, was die Anderen so entrümpelt haben. Das motiviert mich immer wieder neu.

Hinter den Kulissen wird weiter entrümpelt
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4 Gedanken zu „Hinter den Kulissen wird weiter entrümpelt

  • 8. Juni 2022 um 15:50
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    Liebe Tanni,
    eine laaaange Liste! Da ist doch in den letzten Wochen so einiges passiert bei Euch. Das Wiederverwerten von Kleidung für Kinderkleidung habe ich auch gerade begonnen. Da geht noch so manches.
    Es lässt sich nicht vermeiden, dass wir Müll produzieren. Es sit zu viel Synthetik in der Kleidung und in den Schuhen. Zu wenig gibt es unverpackt. Das stört mich auch, aber man kann da nur versuchen, beim Konsum möglichst auf Nachhaltigkeit zu achten.
    Die 5-Minuten-Raum-Rettung kenne ich und habe sie vor Jahren schon mal recht erfolgreich in meinem Nähzimmer angewendet. Vielleicht sollte ich nach unserem Urlaub mal einen Neustart damit wagen, denn im Nähzimmer herrscht nach wie vor das Chaos!
    LG
    Elke

    Antworten
    • 16. Juni 2022 um 11:02
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      Ohja, das Nähzimmer!! Bei uns ist das ein großes Arbeitszimmer, in dem mein Mann auch Homeoffice macht. Von daher möchte ich das dringend besser strukturieren, damit er da nicht in einer Rumpelkammer arbeiten muss. Das gelingt mir leider nicht so wirklich. Liegt vielleicht auch daran, dass es im Dachgeschoss ist. Weeeeeit weg vom Alltag für mich. Und wenn er arbeitet, will ich nicht um ihn herum räumen und überhaupt. Alles Ausreden. 😀 Aber nach dem Urlaub gaaaanz bestimmt! *lach*
      Viele Grüße

      Antworten
  • 16. Juni 2022 um 7:13
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    Hallo Tanni, eine beeindruckende Liste hast Du da! Und ich mag es sehr, dass ihr da als Familie zusammenhelft, anders geht es eigentlich auch gar nicht… Die 5-Minuten-Raumrettung ist eine tolle Sache und gerade, wenn man keinen Anfang zu finden glaubt, eine tolle Sache!
    Ganz liebe Grüße an Dich
    Katrin

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    • 16. Juni 2022 um 11:11
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      Hallo Katrin,
      vielen Dank. ;_)
      Das mit der 5-Minuten-Raumrettung ziehen wir wirklich durch mit den Kindern. Es macht ihnen gar nichts aus. Letztes Jahr habe ich das schon mal versucht, da war das aber nur Kampf, also habe ich das aufgehört. Jetzt machen sie prima mit. Bei ihrer Lieblingsmusik geht die Zeit echt flott rum. Und es bewirkt so viel. Letztens standen sie im Zimmer und fragten sich nach 2 Minuten, was sie denn jetzt noch aufräumen sollen. Na, ist doch prima: Ziel erreicht. :-))
      Und ich bin wirklich froh und dankbar, dass besonders mein Mann mit mir an einem Strang zieht. Er findet es gut, dass es immer übersichtlicher wird bei uns. Das motiviert ihn auch aktiv mitzumachen. Gerade bei seinem technischen Kram ist es oft aufwändig zu entrümpeln. Da müssen Festplatten gelöscht werden usw. Das macht keinen Spaß. Aber so nach und nach, geht es da auch voran.
      Liebe Grüße
      Tanja

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