Entrümpelt – und nun?

Hmmm, Anfang des Jahres war ich ja doch noch sehr zuversichtlich. Doch dann fiel ich in ein „Loch“. Das hatte mehrere Gründe… U. a. habe ich damit gehadert, dass zwar nun gut ausgemistet worden ist aber trotzdem sich ein Zustand von Unaufgeräumtheit einschlich, den ich nicht so richtig fassen konnte. Außerdem erschien mir plötzlich das Haus zu groß, mit all den Zimmern, die ja auch sauber gehalten werden sollten usw. Ich hatte das Gefühl, das packst Du nie.

Heimlich still und leise schlichen sich dann auch wieder ein paar Kilos in meinen Körper.. Und nachdem ich anfangs doch einiges an Sport getrieben hatte, ließ ich irgendwann nach und gefühlt klappte nichts mehr so richtig.

Stimmt natürlich so nicht aber so hatte es sich angefühlt.

Nun ich beschäftige mich in solchen Momenten dann erst mal gedanklich sehr damit und um mich herum wird es dann noch etwas „schlimmer“. Bis ich es endgültig leid bin und doch noch einen Weg hinaus finde.

In diesem Falle bin ich durchs Surfen im Internet auf „Die magische Küchenspüle“ gestoßen. Das Aufräum- und Haushaltsorganisationskonzept sprach mich an und so habe ich mir dieses Buch zum Geburtstag „gegönnt“. Ja, ich finde daran nichts Verwerfliches mehr, mir zum Geburtstag so etwas schenken zu lassen, da es mich belastet wie es zur Zeit ist und ich mich wohl fühlen möchte. Wenn dazu gehört, dass ich lerne, meinen Haushalt auf andere Art als bisher zu organisieren – nun gut.

Aaaalso das Buch hat mich überrascht. Ich dachte, ich halte jetzt eine Haushaltsführungsanleitung in der Hand. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht der Mensch bin, der Listen abarbeitet oder nach Plan vorgeht. Sämtliche Vorgaben erzeugen in mir einen Widerwillen und eine Trotzreaktion, worauf ich es dann doch sein lasse. Wie ein kleines bockiges Kind, so ca. 2-3 Jahre alt etwa. 😉

Ich bin eher der Mensch, der aus dem Bauch heraus entscheidet, was nun dringlich und wichtig ist und abgearbeitet werden muss. Dadurch fallen manche Dinge eben hinten runter. Mit der Zeit türmen die sich auf und werden irgendwann dann auch in einem Rutsch abgearbeitet. In einem kleinen Haus oder einer Wohnung klappte dieses System bisher auch ganz gut. Aber in unserem großen Haus funktionierte das leider nicht mehr…

Dieses Buch setzt den Hebel sehr auf der psychologischen Ebene an. Und das gefällt mir. Bei mir wirkt es. Letztlich geht es grob darum, sich selbst anzunehmen, wie man ist, den Haushalt in Bereiche zu unterteilen und die Aufgaben auf einzelne Tätigkeiten herunter zu brechen. Ja, auch das hatte ich vorher versucht. Aber irgendwie nimmt mir dieses Buch den Druck.

Außerdem soll man erst mal an sich selbst denken (öhöm, das allein ist ja schon eine riesen Augabe für mich!!!).

Nun, was soll ich sagen. Ich war willens, das System auf meine Bedürfnisse anzupassen und auszuprobieren. Gut, gewisse Dinge gefallen mir nicht, die lasse ich eben weg oder ändere sie um. (Da ist sie, die Freiheit der Arbeitsgestaltung, wie ich sie brauche, um durchzuhalten.)

Ich muss aber auch sagen, dass ich ja nicht so am Anfang stehe, wie in dem Buch von ausgegangen wird. Ich HABE bereits entrümpelt und unser Haus ist nicht soooo schmutzig und chaotisch (zumindest nur in Teilbereichen, hüstel).

Nun ja, letzte Woche ging es also daran. Ich habe mir vorletzte Woche einen Plan gemacht. Das Haus in Zonen eingeteilt, mir für die Wochentage „Wochenaufgaben“ vorgenommen (erst mal MINI-Steps, wie empfohlen wird) und zusätzlich pro Tag eine Zonenaufgabe).

Eine Änderung ist z. B. die, dass ich nicht einmal pro Woche eine „Haussegnung“ machen möchte, das ist mir zuviel. Ich bin ja in der glücklichen Lage, dass ich Hausfrau sein darf. Das tut mir gut. Ich kann einen großen Garten betreiben, die Kinder benähen, mich um mich selbst kümmern usw. Klingt vielleicht egoistisch aber mein Mann und ich haben festgestellt, dass dies uns allen als Familie zu Gute kommt, also bleibt es erstmal dabei. Irgendwann ändert sich das, aber das ist ein anderes Thema. Worauf ich hinaus möchte ist Folgendes: Während die Kinder in der Schule sind, also montags-freitags vormittags, möchte ich mich um die Wochen- und die Zonenaufgaben kümmern. Danach sollten nur noch die üblichen Routineaufgaben dran sein, die ich aber immer mal wieder nach Bedarf nebenbei mache (Wäsche, Kochen etc.). Außerdem möchte ich am Wochenende frei haben. Soweit der Plan. Mal sehen, wie die Umsetzung klappt…..

Entrümpelt – und nun?
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