Entrümpeln im Januar – die Bilanz

Schwupps, der Januar ist ´rum. So schnell geht das. Und siehe da, mir ist nicht langweilig zu Hause – ganz im Gegenteil. Endlich kann ich die Dinge erledigen, die ich gerne machen möchte. Ich kann den Kindern Karnevalskostüme nähen (nähen, auftrennen, nähen, Fleck aufbügeln, ärgern, ändern, nähen….), kann den Haushalt morgens in Ruhe erledigen, und natürlich: entrümpeln. Hach, das tut sooo gut. Einige unserer schlimmsten „Baustellen“ sind futsch, herrlich! Das lässt mich aufatmen. Heute habe ich noch so eine fürchterliche „ichweißgradnichtwohinalsostellichdasmalhierab“-Ecke entrümpelt. Manches schmeiße ich weg (wie z. B. den selbst gebastelten Adventskalender usw.) Anderes wird eben dorthin geräumt, wo es hingehört. Dabei finden sich auch längst vergessene Sachen wieder (by the way: braucht man die dann überhaupt noch?!!) oder ausgeliehene Sachen, von denen ich dachte, dass das WIRKLICH zurück gegeben worden sei…. Uiuiui, das war mir peinlich heute. Aber ich habe es der rechtmäßigen Eigentümerin sofort mitgeteilt und am Wochenende werde ich es wieder zurück geben!!!

Tja, und dann war ja noch die Sache mit ebay… Da ich ja dieses Mal peinlich genau Buch darüber führe, was wann für wieviel verkauft wurde, habe ich auch erstmals den vollen Überblick und jetzt habe ich mal zusammengezählt, wie viele Sachen im Januar aufgrund der ebay-Verkäufe unser Haus verlassen haben, nämlich 62 Teile. Klingt erst mal nicht nach sooo viel Zeug aber es waren auch große Sachen dabei. Uuuund, wenn man das mal hoch rechnet und ich jeden Monat quasi zwei Teile pro Tag verkaufen würde, dann käme ich im Jahr auf 730 Teile!! Das ist doch schon mal was.

Wenn ich mir dann mal unsere Lebensmittelvorräte anschaue, bin ich doch verblüfft, wie schnell es im Schrank übersichtlicher geworden ist. Auch der beste Ehemann der Welt fand das erstaunlich. Und dabei konnte ich auf Anhieb noch einige Dinge aufzählen und zeigen, die über kurz oder lang aus den Vorräten verschwinden sollen. Er meinte, das sähe doch jetzt schon viel übersichtlicher aus. Darauf bin ich übrigens ein bisschen stolz. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das wirklich durchziehen würde.

Auch die Stoffdiät habe ich bisher prima eingehalten. Ich habe keinerlei Nähutensilien oder Stoffe gekauft. Die Kleider für Karneval nähe ich komplett aus dem Fundus. Dann fiel mir jetzt siedend heiß ein, dass die Mäuse ja bald Geburtstag haben und sich Geburtstagskleider mit einer 6 darauf wünschen. UUUUPS! Naja, da muss ich doch die Tage mal Gas geben. Schließlich ist in sechs Tagen die Karnevalsparty und in 19 Tagen der sechste Geburtstag. Und denn ja auch immer alles direkt mal zwei! Aber auch hierfür kann ich aus dem Fundus etwas zaubern.

Was ich bisher nicht geschafft habe: Ich habe nichts für mich genäht, Ufos sind bisher nicht gelandet, die Stoffreste warten auf ihre Verwendung, die kleinen Geschenke auf Vorrat habe ich nicht genäht… Aber ich wollte auch das ja ruhig angehen. Wie bereits gesagt, bin ich ja mittendrin im Karnevalsgenähe und Geburtstagsvorbereiten.

Also alles in allem muss ich sagen, bin ich gut dabei, meine Vorsätze für 2018 umzusetzen. Die Lebensmittelvorräte schrumpfen und ich bekomme endlich einen Überblick über das, was wir wirklich benötigen und regelmäßig verzehren – auch mengenmäßig. Das wiederum bedeutet, dass ich weniger einkaufe. Die Küche ist entrümpelt, wobei wir immer noch das eine oder andere Teil finden, was doch auch noch weg kann oder die Schränke neu strukturieren. Im ganzen Erdgeschoss ist es deutlich aufgeräumter und wir haben ein neues Ordnungssystem gefunden. Im Arbeitszimmer komme ich gut voran und werde das wohl im Februar noch „abschließen“ können. Ich halte mein Vorhaben durch, in der Woche morgens nur Obst/Rohkost zu mir zu nehmen und habe dadurch auch schon an Umfang verloren. Zitat Marie: „Mama, Dein Bauch ist weniger. Der sieht so… eingezogen aus.“ Ich schwöre, dass ich in diesem Moment ausnahmsweise mal nicht den Bauch eingezogen hatte, sondern sehr entspannt vor ihr stand. Ich habe sogar ganz normal geatmet! 😉

Was ich noch verbessern möchte, ist die Tatsache, dass ich ja endlich mal wieder Sport in meinen Tagesablauf integrieren möchte. Aber ich denke, das kommt dann, wenn ich mit dem groben Entrümpeln durch bin und es dann an die Feinheiten geht. Irgendwie ist es mir ein unglaubliches Bedürfnis, endlich wieder einen Überblick zu bekommen und die schlimmen Chaosecken zu beseitigen. Und das geht ja ganz gut voran.

Ein positiver Nebeneffekt ist, dass ich die ganze Familie damit „angesteckt“ habe. Die Kinder trennen sich jetzt auffallend leichter von kleinen Dingen und sogar mein Mann kommt hier und da mit einem Teil an, das ich bei ebay einstellen kann und hat Ideen zum Aussortieren und neu ordnen. Die Mia interessiert sich für die entrümpelten Stellen und findet es toll, dass es insgesamt aufgeräumter ist. Sie macht mich auch darauf aufmerksam, wenn ich mal etwas nicht an den dafür vorgesehenen Ort lege und erinnert mich akribisch daran, dass ich doch darauf verstärkt achten wollte. Sie selbst hat schon vor meinem Aktionismus angefangen, gewisse Chaoseckchen aufzuräumen (die Haarschmuckschatulle der Kinder hat sie strukturiert und achtet sehr darauf, dass dort Ordnung herrscht, die Schuhe im Flur hat sie immer mal wieder ordentlich aufgestellt und auch schon mal den Flur aufgeräumt; sie scheint diese äußere Ordnung zu brauchen.) Es macht den Eindruck, als hätten alle darauf gewartet, dass mal einer den Anfang macht. Aber bitte, gerne. 🙂

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