Das Minimalismusspiel, Teil 1

Im letzten Post hatte ich es ja angekündigt, dass meine Tochter und ich im Dezember das Minimalismusspiel spielen werden. Ich war ja sehr skeptisch, ob ich es „schaffe“, d. h. ob ich wirklich bis Tag 31 jeden Tag ein Teil mehr aus dem Haus schaffe. Tja, und dann kam die Realität. Was soll ich sagen? Bis einschließlich Nikolaus war das (leider) überhaupt kein Problem. Aber der Reihe nach…

Das sind die ersten beiden Tage:

Meine Tochter hat eine Sprechblase aussortiert, die man mit einem abwischbaren Stift beschreiben kann. Sie kann auch beleuchtet werden. Ich habe einen Strohhalm aussortiert, den man leider nicht reinigen kann. Finde ich unhygienisch also weg damit.

Am 2 Tag hat meine Tochter einen Bogen mit Aufklebern und ein gebasteltes Teil aussortiert und ich habe 2 Eislöffel in den Müll gegeben, die wir nicht benutzt haben.

Am Tag 3 hat meine Tochter einen Stift aussortiert, der kleckert, sowie 2 Klebebildchen; ich habe eine kaputte Socke ein altes Handycase und eine Fliegenklatsche aussortiert. Ehrlich gesagt, macht sich hier niemand die Mühe, eine Fliegenklatsche zu holen, wenn eine Bremse geklatscht werden muss. Anderes Viehzeugs wird eingefangen und raus getragen. Tag 4 bedeutete den Auszug von 2 gebastelten Sternen, einem Bildchen und einem Aufkleberrest für meine Tochter und bei mir waren es 2 Fotos, ein Sparschwein, dass hier jämmerlich verhungert, sowie ein Fehlkauf eines neuen Handycases, das leider für mein neues Handy nicht passend ist.

Auch an Tag 5 und 6 gab es keine Probleme beim Aussortieren. Meine Tochter hat am 5.12. ein Bastelheft, einen Dino aus Styropor, eine gebastelte Ostertasche, ein Übungsheft für die 2./3. Klasse und ein Plastiktier aussortiert. Ich habe aussortiert: eine weitere Fliegenklatsche und 4 mal ungeliebte Weihnachtsdeko. Ich hätte gerne mehr Weihnachtsdeko aussortiert, durfte es aber nicht. 🙂 Meine Mädels waren dagegen. Nun, ja, da das ja für die ganze Familie ist, blieben die Teile dann eben (zumindest bis nächstes Jahr…;-)).

Am Nikolaustag hat meine Tochter ein kaputtes Vogelei, einen Zapfen, zwei gebastelte Dinge und wieder 2 Bildchen entsorgt. Bei mir gingen 4 Tüten mit Einkochringen (das war eine fehlerhafte Lieferung, die Richtigen werden nachgeliefert), ein uraltes Schminkgel für Karneval (ja, im Rheinland heißt das so :-))und ein Glitzernagellack ebenfalls für Karneval und ebenfalls uralt. „Uralt“ bedeutet in diesem speziellen Fall um die 15 Jahre alt. Neee, das müssen wir nirgends mehr aufschmieren. Bäh!.

Meine Tochter hat übrigens bisher alles aus einer ihrer Kisten herausgeholt, die wir bei der Spielzimmerausräumaktion gepackt hatten. Da die Kinder einfach keine Lust haben, die Kisten durchzusehen, wollte sie das gerne im Rahmen dieses Spiels machen. Prima, zwei Fliegen mit einer Klappe. Und ich kann sagen, wir sehen den Boden der Kiste noch lange nicht…..

Zusätzlich habe ich noch 11 Stifte aus einer anderen Kiste der Mädels aussortiert, die nicht mehr malten. Die Kinder hatten mehrere Bastelkisten gepackt und auch die wurden bisher kaum angerührt. Da die Mädels mit der Menge an Zeug echt überfordert sind, helfe ich, indem ich immer mal wieder ein Teil heraushole und abfrage, ob sie das noch behalten möchten. Mit der Zeit werden wir die Kisten dann wohl leer bekommen.

Was meine Tochter aussortiert und kein Müll ist, kommt in eine Flohmarktkiste. Damit können sie dann nächstes Jahr wieder die Flohmärkte in der Gegend unsicher machen. Es gibt nämlich mittlerweile wieder einige Kisten!!

Ich versuche manche Dinge online zu verkaufen, der Rest kommt ins Sozialkaufhaus/Bücherzelle etc. Leider habe aber auch ich einiges an Müll aussortiert. Das finde ich immer sehr schade. Andererseits mag ich mich aber auch nicht mit Müll umgeben, also wozu dann aufbewahren, was man doch nicht benutzt oder benutzen kann?

Tja, summa summarum sind das dann 21 Teile pro Nase, also 42 Teile, die wir im Rahmen des Spiels aussortiert haben. Wenn ich dann die 11 Stifte noch hinzurechne, komme ich auf 53 Teile. Wow!! Damit habe ich nicht gerechnet!

Zu den bisher aussortierten Teilen hinzugerechnet komme ich also insgesamt für 2022 auf 1011 Teile! Das heißt also, die 1000 ist tatsächlich geknackt. Und ich weiß jetzt schon, es wird noch mehr…..

Auch diesen Beitrag verlinke ich bei Valomea/Elke, Initiatorin der 1000 Teile raus – Challenge für 2022.

Und es bleibt dabei: Ich bin gespannt wie lange ich das Spiel durchhalte…

Das Minimalismusspiel, Teil 1
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2 Gedanken zu „Das Minimalismusspiel, Teil 1

  • 9. Dezember 2022 um 7:39
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    Ihr seid gestartet – und gleich zu zweit! Hut ab! Da bin ich sehr gespannt, wie Euch das Ganze gelingt. Ich habe diese Challenge selbst noch nie probiert, aber das guck ich mir bei Euch gern mal an!
    Ich drücke Euch ganz sehr die Daumen, dass die Kinderzimmerkisten hinterher leer sind.
    Sag dem Kind schöne Grüße!
    LG
    Elke

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    • 9. Dezember 2022 um 14:07
      Permalink

      Wir sind auch mal gespannt. Wir haben das beim ersten Mal als Familie gemacht, so dass jede/r von uns 30 Tage ausgemistet hat. Das Ganze hatten wir im Keller gesammelt, um uns vor Augen zu führen, wieviel das im Endeffekt ist. DAS war ein Berg!! 🙂
      Aber das macht man auch nur einmal… Dieses Mal werden die Dinge gleich entsorgt bzw. in die Flohmarktkiste oder die Kiste für das Sozialkaufhaus gelegt oder bei ebay kleinanzeigen eingestellt… Damit die Sachen auch wirklich zeitnah unser Haus verlassen.
      LG
      Tanja

      Antworten

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