1000 Teile raus – Weniger ist mehr: Die Abrechnung

Ja, ist denn schon Weihnachten?!

Na, glücklicherweise noch nicht, sonst gäbe es traurige Gesichter unterm Baum. *lach*

Aber das Jahresende naht und ich habe mir schon Gedanken gemacht, wie es nächstes Jahr bei mir mit dem Entrümpeln weiter gehen soll. Dann entrümple ich nämlich schon volle 5 Jahre (!!!). Und ich kann behaupten, dass ich sehr intensiv entrümpelt habe in der Zeit. Mittlerweile ist das auch endlich wirklich spürbar. Es herrscht eine sehr gute Grundordnung. Selbst, wenn hier mal die Welt für 1-2 Wochen Kopf steht wegen Urlaub, Krankheit oder ähnlichem Gedöns, lässt sich diese Grundordnung in Null Komma nix wieder herstellen. Das ist soooo angenehm. Unsere Sachen sind überschaubarer und es gibt keine Ecke mehr, in der irgendein vergessener Uraltkram schlummert.

Soweit so gut. Auch unser Kaufverhalten und auch das Verhalten angebotenen Geschenken gegenüber hat sich drastisch verändert. Ich spreche da jetzt für meinen Mann und mich. Es wird WIRKLICH überlegt, brauche ich das?

So ist uns z. B. der Wasserkocher nach vielen Jahren kaputt gegangen. Er ließ sich nicht reparieren und wir haben uns gesagt: Okay, versuchen wir es mal ohne! Denn Dinge, die nur einem Zweck dienen oder mit denen man nur eine Sache machen kann, werden von uns mittlerweile hinterfragt. Vielleicht gibt es ja noch eine andere Möglichkeit… So auch beim Thema Wasserkocher. Wir haben einen Induktionsherd, der die gleiche Menge Wasser in kürzerer Zeit zum Kochen bringt als der Kocher. Das haben wir mal getestet. Natürlich verbraucht der Herd mehr Strom aber dennoch. Wir haben den Wasserkocher im Grunde ständig im Gebrauch gehabt. Da wir auch bei den Töpfen minimalistisch unterwegs sind und mir im Grunde oft ein kleiner Topf gefehlt hat, war nun die Herausforderung, immer einen passenden Topf parat zu haben. Beim normalen Wasser aufkochen für Tee etc. ist mir die Größe egal. Aber wir benutzen auch sehr oft Wärmflaschen, zurzeit täglich. Und es ist schon nicht so einfach, mit einem Topf das Wasser in die Wärmflasche zu schütten. Langer Rede kurzer Sinn: Wir werden nun Ausschau halten nach einem Topf mit Schüttrand. Den können wir dann auch mal zum Kochen benutzen. Außerdem lässt er sich leichter reinigen als der Wasserkocher; der wird einfach mitgespült und fertig. Zudem steht ein Teil weniger auf der Arbeitsplatte herum. Das gefällt mir daran auch sehr gut!

Zurück zum eigentlichen Thema. Ich habe mir also Gedanken gemacht, wie es im neuen Jahr entrümpelungsmäßig bei mir weiter geht. Es ist doch wichtig, an dem Thema dran zu bleiben auch wenn es nun wirklich nicht mehr viel auszumisten gibt. Aber ich habe das vor dieser Challenge auch gedacht. und bin total überrascht, wieviel nun doch noch zusammen gekommen ist; so dass ich gedacht habe, es geht weiter. Nur wie?

Da kam mir das Minimalismusspiel wieder in den Sinn: am ersten Tag ein Teil aussortieren, am zweiten Tag 2 usw. bis zum letzten Tag des Monats. Das wären dann im Januar bei 31 Tagen insgesamt 496 Teile! Also quasi die halbe Jahreschallenge innerhalb eines Monats. Ich habe das schon zweimal gemacht und fand es teilweise echt lustig, interessant und spannend. Manchmal war es allerdings auch anstrengend. Egal! Das wollte ich machen. Ich habe das meiner Familie erzählt und siehe da: eine meiner Töchter hat gesagt, dass sie mitmachen will. Sie haben nämlich ihre Kartons immer noch nicht ausgepackt. Ganz vereinzelt wurden zwei, drei Teile herausgesucht aber das war´s. Sie sagen auch selber, dass sie teilweise gar nicht mehr wissen, was drin ist und am liebsten alles aussortiert haben wollen. Aber das eine oder andere wichtige Teil steckt halt schon noch in den Kisten. Naja, und mit dem Spiel hat sie sich erhofft, dass sie motivierter ist, die Kisten anzugehen. Ich finde diese Gedanken für eine Zehnjährige echt erstaunlich!

Nun ja, und dann sagte sie, dass sie aber nicht bis Januar warten, sondern im Dezember starten möchte. Ob ich mir das auch vorstellen könnte. Hmmmmmmm……. Um Weihnachten herum gibt es ja schon das Eine oder Andere mehr zu tun als sonst. Obwohl, andererseits…. Wir halten auch die Weihnachtsfeierei sehr minimalistisch und ruhig. … Also gut, wir starten am 1. Dezember!

Oha! Und die Jahreschallenge? Na, ganz einfach: Ich mache jetzt eine Abrechnung, was ich in diesem Jahr bisher ausgemistet habe und packe dann am Jahresende noch die im Dezember ausgemisteten Sachen obendrauf. 🙂 Das Spiel integriere ich sozusagen in die Jahreschallenge.

Und jetzt bin ich wirklich mal gespannt, ob ich das Spiel bis zum 31.12. durchziehen kann, sprich, ob ich noch so viele Sachen zusammen bekomme!?

Egal wie es wird, ich gehe davon aus, dass ich ab 2023 all diese Challenges nicht mehr brauchen werde. Das hat mir die Jahreschallenge gezeigt. Das Meiste habe ich doch „nebenbei“ aussortiert. Es waren nur vereinzelte „Großaktionen“ dabei. Und auch die hielten sich in Grenzen, weil ja im Grunde jeder Bereich im Haus schon mindestens einmal entrümpelt worden ist in den letzten Jahren. Es gibt jetzt also noch einmal einen Paukenschlag zum Schluss und dann bin ich nach 5 Jahren Ausmisten am Ziel. Das Minimalisieren wird wohl noch weiter gehen. Und damit meine ich, dass ich auch weiterhin darauf achten werde, was und wieviel ich kaufe, annehme etc. Und auch das Hinterfragen, ob wir dieses oder jenes Teil wirklich wirklich wirklich brauchen, wird bleiben. Dafür haben wir zuviel Gefallen daran gefunden, als dass wir das wieder aufgeben werden.

Vielleicht mache ich dann mal für ein paar Monate eine In & Out Bilanz. Denn es wird immer etwas zum Entrümpeln geben, das ist ja klar. Dinge gehen kaputt, gefallen nicht mehr etc. Das hört ja nicht auf. Außerdem wachsen die Kinder und da ändern sich auch ihre Bedürfnisse usw.

Also mache ich jetzt eine bloße Auflistung der Gegenstände, die seit dem letzten Beitrag von mir ausgemistet worden sind und dann geht es ab morgen los mit dem Minimalismusspiel. Dabei werde ich aber auch Dinge der Kinder zählen, die ich aussortiere, wie z. B. Kleidung, das habe ich ja bisher immer so nebenbei gemacht und nicht in der Jahreschallenge mitgezählt. Ich habe überlegt, dass auch Dinge, die schon sehr lange bei eBay im Verkauf stehen und nun doch ins Sozialkaufhaus kommen, mitgezählt werden. Denn ich entscheide neu darüber und sie verlassen dann nun wirklich das Haus.

Hier nun die Dinge, die seit dem 19.10.2022 von mir ausgemistet wurden:

Wasserkocher

12 DVD´s

1 altes Kissen

Micro Fix von Tupperware

Ikea Tritt

5 Gläser

6 Einkochgläser

Jacke

4 Teller

1 Bedienungsanleitung

Laptop

6 alte Bedienungsanleitungen

Portemonnaie

3 Karten/Geburtstagspost

Bastel-Ufo

3 mal alte Papiere (entrümpelte Ordnerinhalte)

3 mal Kinderbastelei (waren Geschenke an mich aber es nimmt echt überhand)

1 Prospekt

7 Karten (Bücherei, alte Krankenkassenkarten usw.)

1 Brillenpass (man sieht vielleicht, ich habe den Sekretär entrümpelt…)

2 „Edelsteine“

CD-Hülle

Audio-CD

2 Kugelschreiber

1 Kugelschreibermine, für die wir keinen passenden Schreiber haben

32 Filzstifte

Schere

2 kaputte Socken

Slip

Fliegenklatsche

2 Parfümproben (ja, auch die Badschränke waren mal wieder dran…)

1 Pinsel für Rouge

3 Lidschatten (ich schminke mich nicht mehr, so dass ich meine letzten Reste, die bereits ururalt waren, weggeworfen habe)

1 Rouge

1 Lippenstift

1 Nagellack

1 Medikament (abgelaufen)

Autan

2 Kartons

unzählige Haushaltsgummis (zähle ich als 1)

_______________________________________________

118 Teile!!

Und ich weiß, dass zwischendurch auch immer mal wieder ein kaputtes Teil im Müll gelandet ist, dass ich nicht aufgeschrieben habe. Unfassbar, wieviel Zeit ich doch damit verbracht habe, Dinge auszusortieren….

Hier ein paar Impressionen:


Zusammen mit den 840 bisher aufgelisteten Teilen komme ich nun auf insgesamt 958 Teile, die unseren Haushalt (mindestens) verlassen haben. Wie gesagt, die Sachen der Kinder habe ich zum größten Teil nicht mitgezählt. Und auch mein Mann hat immer mal wieder fleißig entrümpelt.

Tja, und ab sofort zähle ich alles, was ich entrümple, egal wem es gehört. Denn ich finde, wer die Arbeit damit hat, darf es sich auch an die Brust heften. ;-P

Und damit verlinke ich diesen Beitrag bei Elke „Valomea“ und ihrer tollen Challenge. Liebe Elke, ich hoffe, es geht Dir bald besser! Und ich finde es gut, dass Du Dir dann auch mal die Auszeit nimmst. Denn es ist so wichtig, auf sich und seinen Körper und die Seele zu hören und sich nicht mit all diesen eigentlich ziemlich nebensächlichen Dingen zu stressen. Es ist doch im Grunde nur ein Spiel. 😉

1000 Teile raus – Weniger ist mehr: Die Abrechnung
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4 Gedanken zu „1000 Teile raus – Weniger ist mehr: Die Abrechnung

  • 30. November 2022 um 18:46
    Permalink

    Liebe Tanni,
    es ist ein Spiel – Du sagst es – aber ein tolles!
    Du hattest so richtig viel Vorsprung. Der Tag, an dem ich sagen kann, ich wäre in jeder Ecke mal gewesen, ist hier weit weg. Die Kisten der Kinder werden Euch sicher helfen, die 30-Tage-Challenge zu meistern und die harten Tage habt Ihr ja dann nach Weihnachten, wenn mehr Zeit für die hohen Zahlen ist.
    Schön, dass Du dabei gewesen bist. Ich fand Deine Beiträge und Überlegungen dazu immer sehr spannend zu lesen!
    Liebe Grüße
    Elke

    Antworten
    • 8. Dezember 2022 um 13:39
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      Liebe Elke,
      vielen Dank für Deine Worte.
      Ja, es hat mir das ganze Jahr über Spaß gemacht; sowohl selbst auszusortieren und das zu dokumentieren, als auch bei den Anderen mitzulesen. Deine Beiträge mag ich so gerne lesen, weil Du sie doch immer mit einem Augenzwinkern verfasst und ich Deine Art zu schreiben sehr mag.
      Ich bleibe bis zum Jahresende dran, habe nur meine Vorgehensweise verändert. Ich habe vor, jede Woche zu posten, allerdings ist mir das reelle Leben wichtiger, so dass ich nicht jedes Mal dazu gekommen bin und mir auch zukünftig sicherlich mal was dazwischen kommen wird. Aber ich versuche es. 😉
      LG
      Tanja

      Antworten
  • 3. Dezember 2022 um 23:45
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    Ich glaube du hast unsere Kiste mit alten Fliesen vergessen. An die haben wir uns noch nicht „getraut“. Ich glaube die werde ich mir bald vornehmen.
    Aber dann haben wir wirklich alles mal entrümpelt 😉

    Antworten
    • 8. Dezember 2022 um 13:40
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      Uiuiuiui, da hast Du einen wunden Punkt getroffen… 🙂

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